Vergangenen Mittwoch hat das deutsche Bundeskabinett die Rechte der Verbraucher gestärkt und beschlossen dass es für Kreditnehmer zukünftig einfacher werden soll, zu erfahren ob und wie Banken eine Bonitätsprüfung durchführen. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble erläuterte dass es so auch leichter werde Missverständnissen vorzubeugen und fehlerhafte Daten zu korrigieren. Kritik kam hingegen von Seiten der Opposition, Verbraucherverbänden und Datenschützern, die den Beschluss als nachbesserungsbedürftig ansehen und teilweise weiter reichende Schritte fordern.
Und dabei wird dieses so genannte “Scoring” immer wichtiger beim Einkaufen. Es entscheidet über die Kreditwürdigkeit und die Konditionen zu denen man einen Kredit bekommen kann. Wer hier schlecht abschneidet, der muss damit rechnen überhaupt keinen Kredit mehr erhalten zu können oder nur zu sehr schlechten Konditionen. Aber auch beim Autokauf oder bei der Anschaffung eines neuen Flachbildfernsehers kann das Scoring entscheidend sein. Der Entwurf schafft daher eine ausgewogene Balance zwischen einem höheren Schutz für die Verbraucher und den Interessen der Wirtschaft. Auf Wunsch kann man bei Geschäftspartnern kostenlos nachharken, welche Informationen einer Kreditentscheidung zugrunde gelegt wurden.
Somit stellt der Beschluss des Bundeskabinetts schon einen Schritt in die richtige Richtung da. Denn jetzt kann man als Verbraucher wenigstens nachvollziehen, warum man bei einer Bank oder einem Elektrofachgeschäft als Kreditkunde abgelehnt wird. Somit kann man auch sehr einfach herausfinden, was am Scoring evtl. nicht stimmt oder fehlerhaft übermittelt wurde und eine Korrektur veranlassen. Schließlich shoppt es sich mit einer grundsätzlich positiven Bonitätsprüfung wesentlich entspannter. Ein anderer Weg wäre komplett auf einen Kredit ohne Schufa zu setzen.