Angesichts der sich immer weiter zuspitzenden Finanzkrise, die inzwischen seit mehreren Monaten anhält, treffen sich die höchsten Vertreter der 20 wichtigsten Industrieländer in Washington um die zukünftige Gangart zu besprechen. Auch aufstrebende Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien sind diesmal mit eingeladen. Kanzlerin Merkel erwartet vom Finanzgipfel ganz konkrete Ergebnisse. Sie reist gleich mit einem ganzen Bündel an Vorschlägen nach Washington, unter anderem sollen Bankmanager für schlechte Leistungen Einbußen bei den Bezügen hinnehmen.
Dabei fordert die Bundeskanzlerin “Nägel mit Köpfen” und kündigt an sich nicht mit halben Lösungen zufrieden zu geben. Die Art und Weise wie so manche Bank in der Vergangenheit mit ihren Darlehen umgegangen ist, kann man nur als verantwortungslos bezeichnen. Somit fordert die Kanzlerin jetzt klare Reglungen, die Manager in ihrer Handlungsweise überwachen und regulieren. Mit ihrer Haltung steht Angela Merkel in Europa nicht alleine, doch in den USA sehen viele Politiker das Thema weitaus liberaler.
Bereits im Vorfeld hatte der noch amtierende US Präsident Gorge W. Bush die Hoffnungen auf klare Einschränkungen für den Verantwortungsvollen Umgang mit Kapital gedämpft, indem er zu starke Eingriffe in Börse und Geldmärkte ablehnte. Damit steht er auf gleicher Linie wie dich wichtigsten Privatbanken, die ebenfalls vor zu großen Eingriffen in das Finanzsystem warnen.
Es bleibt zu Hoffen, dass auf diesem Finanzgipfel ein vernünftiges Weltfinanzsystem mit mehr Transparenz und Sicherheit an den Start gebracht wird, in dem zum Beispiel die Vergabe von einem Privatkredit ganz klaren Regelungen unterliegt, der sich auch Länder wie die USA nicht entziehen können. Andernfalls ist die Wahrscheinlichkeit bedenklich hoch, dass es erneut zu einer derartigen Katastrophe kommen wird.