Längst ist die Börse in Verruf gekommen und gilt durchweg als riskante Form der Geldanlage. Zwar lassen sich hier teils enorme Renditen erzielen, doch ist dieser Weg der Geldanlage einer der gefährlichsten und hat in vielen Fällen mehr mit Glückspiel, als mit Strategie zu tun. Dennoch wird munter an den Börsen gezockt, was sich gerade in diesen Tagen als problematisch herausstellt. Spätestens seit dem die Internet-Blase im Jahre 2000 geplatzt ist und es nach dem 11. September 2001 zu einem weltweiten Absturz fast aller Kurse kam, sollte den Menschen eigentlich klar sein dass man sich auf steigende Kurse nie verlassen kann - auch nicht über einen längeren Zeitraum hinweg.
Und so stehen wir heute wieder vor einer nicht zu verachtenden Finanzkrise, die durch Ereignisse wie die US-Immobilienspekulation oder auch die kürzliche Krise des großen US-Versicherers AIG bedingt ist. Zwar haben hier weltweit Regierungen und Banken mit einem Sofortkredit ausgeholfen, doch kriselt die Börse nach wie vor und an vielen Standorten überwiegt die Angst vor einem erneuten Crash und kommt noch vor der Risikobereitschaft (von der die Börse ja letzten Endes lebt). So bleiben wichtige Aktienkäufe aus und krisensichere Werte wie Gold, steigen rapide an. Den Anlegern mangelt es dieser Tage schlichtweg am Vertrauen in die Börsengeschäfte und so setzen sie wenn es um die Geldanlage geht gerne auch wieder auf Festgeld oder Tagesgeldangebote.
Ob es wieder aufwärts geht hängt zum großen Teil auch mit davon ab, ob es bei den vermutlich in naher Zukunft noch kommenden Abstürzen bereitwillige Gläubiger für einen entsprechenden Kredit gibt oder nicht. Denn nur wenn kriselnden Banken und Versicherungen mit schnellem Geld geholfen wird haben sie eine Chance sich zu erholen und ihre Fehler die sie gemacht haben zu korrigieren.