Die Kosten setzen sich aus zwei Faktoren zusammen, dem Zins und den Nebenkosten.
Der bekannteste Kostenfaktor ist der Zins, der meist als effektiver Jahreszins angegeben wird. Der effektive Jahreszins spiegelt im Allgemeinen die gesamte Summe der anfallenden Kosten eines Kredits wider. Zusätzlich zu den Zinskosten können dem Kreditnehmer weitere Nebenkosten entstehen, die man vor Abschluss eines Kreditvertrages sorgfältig kalkulieren sollte.
Der effektive Jahreszins bezeichnet die Kosten, welche im Jahr, bezogen auf die nominale Kredithöhe, anfallen. Er wird in Prozent angegeben, zum Beispiel als effektiver Jahreszins von 4,4% p.a. (per annum = pro Jahr). Ändert sich der Zins während der Laufzeit, so wird er als anfänglicher effektiver Jahreszins bezeichnet.
Der Zins für einen Kredit wird von vielen Ursachen beeinflusst. Neben Laufzeit und Kredithöhe, spielt auch die Bonität des Kreditnehmers eine große Rolle. Verfügt der Kreditnehmer über eine gute Bonität, räumen die Banken dem Kreditnehmer meist einen niedrigeren Kreditzins ein als bei schlechterer Bonität. Letzten Endes entscheidet die Bonität auch mit darüber, wie viel Geld für den Kredit bewilligt wird.
Der Zinssatz für Kredite kann sich bei bestimmten Darlehensformen nach einigen Jahren ändern. Entscheidend hierfür ist die Zinsbindungsfrist. Bei langfristigen Krediten, die etwa dem Baugeld dienen, werden im Allgemeinen die Zinsen nicht bis zum Ende der Tilgungsphase festgeschrieben, sondern erstrecken sich nur über einen Zeitraum von 5 bis 15 Jahren. Je länger die Zinsbindungsfrist vereinbart wird, desto höher steigt der Zinssatz. Am Ende der Zinsbindungsfrist ist eine Anschlussfinanzierung erforderlich. Der Zinssatz wird zusätzlich durch die Sicherheiten beeinflusst, welche der Kreditnehmer stellen kann. Daneben wirkt sich das allgemeine Zinsniveau auf den effektiven Zinssatz eines Darlehens aus.
Außer den Zinsen können für einen Kredit Nebenkosten anfallen. Diese richten sich nach der gewählten Kreditart und können deshalb nur für den Einzelfall errechnet werden. Zu den möglichen Nebenkosten gehören der Abschluss einer Restschuldversicherung, Bearbeitungsgebühren, Bereitstellungszinsen und Kreditprovision. Kündigt der Kreditnehmer sein Darlehen vorzeitig, kann eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig werden. Bei Darlehen, die auf Grundpfandrechten beruhen, entstehen Kosten für die Stellung von Sicherheiten, wie Urkunden des Notars und Grundbucheintragungen sowie die Gutachterkosten für die Bewertung von Sicherheiten. Bei einem einfachen Privatkredit entfallen diese Nebenkosten natürlich.