Riester Rente - staatlich geförderte Altersvorsorge

Das die gesetzliche Rente für die wenigsten Rentner von morgen reichen wird, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Die Möglichkeiten selbst ergänzend zur gesetzlichen Absicherung fürs Alter vorzusorgen sind vielfältig.

Für die meisten Sparer ist die staatlich geförderte Altersvorsorge jedoch erste Wahl, geht es um den Aufbau einer privaten Altersvorsorge.

Staatliche Förderung privater Altersvorsorge in zwei Varianten

Seit 2002 gibt es die staatlich geförderte Altersvorsorge mit der Riester Rente. Förderberechtigt sind im Prinzip alle Pflichtversicherten in der gesetzlichen Rentenversicherung sowie in vergleichbaren Versorgungseinrichtungen, wie zum Beispiel Landwirte. Gefördert werden Eigenbeiträge mit staatlichen Zulagen und eventuell steuerlichen Vorteilen, je nach Einkommen und Zulagenanspruch.

Selbstständige profitieren in der Regel jedoch nicht von der Riester-Rente. Sie müssen auf die steuerlich geförderte Altersvorsorge mit der Basisrente ausweichen.

Riester-Rente - Ein Konzept im Wandel

Die Riester-Rente gibt es seit 2002 und seit Einführung gab es immer wieder Überarbeitungen und Ergänzungen am Konzept. So führte erst die Reform der staatlich geförderten Riester-Rente in 2005 zum Durchbruch der Riester Produkte. Inzwischen gibt es über 14 Millionen Riester Verträge.

Rückwirkend zum Jahresbeginn 2008 wurde zusätzlich zu den bereits etablierten Riester Varianten die staatliche Förderung für selbstgenutztes Wohneigentum eingeführt. Das so genannte Wohn-Riester findet seine Grundlagen im Eigenheimrentengesetz und tritt praktisch in die Fußstapfen der 2005 abgeschafften Eigenheimzulage.

Riester-Rente - Fünf Varianten je nach Bedarf

Inzwischen kann die Riester Förderung über fünf grundsätzlich unterschiedliche Produkte genutzt werden:

Riester Banksparplan

Der Riester Banksparplan gilt als kostengünstigste Variante der Riester Rente. Abschluss- und Vertriebskosten fallen praktisch keine an. Die Verwaltungskosten werden zum Teil in Form geringer Kontoführungsgebühren abgebildet. Finanziert wird das Konzept durch einen Abschlag auf die Umlaufrendite. Daraus ergibt sich gerade bei niedrigem Zinsniveau eine geringere aber sichere Verzinsung und somit die Eignung für ältere Sparer.

Riester Bausparvertrag und Riester Darlehen

Der Riester-Bausparvertrag und das Riester-Darlehen sind neue Produkte, die im Zug von Wohn-Riester erst Ende 2008 eingeführt wurden. Sie funktionieren im Prinzip wie die bekannten Bausparverträge und Bankdarlehen für den Immobilienerwerb. Nur, dass man sich mit dem Riester Bausparen eben auch die staatliche Förderung für Ansparphase und Tilgungsphase sichern kann.

Riester Fondssparplan

Der Riester Fondssparplan setzt, wie der Name es vermuten lässt, auf die Renditechancen von Aktien- und Rentenfonds. Das macht für langfristige Geldanlage wie die Altersvorsorge durchaus Sinn, zumal Riester Fondssparpläne deutlich kostengünstiger sind als beispielsweise fondsgebundene Versicherungslösungen. Geeignet ist Riester Fondssparen vor allem für jüngere Sparer.

Riester Rentenversicherung

Die Riester Rentenversicherung ist mit Abstand die allgemein teuerste Variante der Riester Rente. Zumal die Abschlusskosten zu Beginn der Ansparphase belastet werden, eine vorzeitige Kündigung des Vertrags also mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu verlusten führt. Die Riester Rentenversicherung empfiehlt sich im Prinzip gar nicht, ist aber auf Grund der aggressiven Werbung der Versicherer das meistverkaufte Riester Produkt. Maximal ältere Sparer mit sehr hohem Sicherheitsbedürfnis können zur Police greifen. Schließlich ist die Versicherungslösung die einzige Riester Variante mit Garantieverzinsung. Diese wiederum gilt jedoch nur auf Sparbeiträge und Zulagen abzüglich der Kosten.

Quelle: http://www.riester-rente-ratgeber.de