Fehlt ein Teil des Eigenkapitals und soll auf eine Vollfinanzierung verzichtet werden, so ist guter Rat meist teuer. Dabei bieten sich aber noch andere Möglichkeiten, den eigenen Finanzen durchaus noch ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Neben der Familie oder Freunden und Bekannten, die einen Teil des Kapitals in Form günstiger „Kredite“ oder als Bürgschaft übernehmen, bietet sich gerade handwerklich geschickten Häuslebauern eine weitere Möglichkeit, um das Eigenkapital noch ein wenig aufzubessern.
Viele Banken und Kreditinstitute akzeptieren von den Bauherren erbrachte Eigenleistungen als Kapital und rechnen es auf die Finanzierungssumme an. Darunter sind alle Arbeiten zu verstehen, die auf dem Bau selbst erbracht werden, wie etwa das Verlegen von Fliesen in Küche und Bad, das Dämmen das Dachs oder das Verlegen von Rohren und elektrischen Leitungen, sofern man als Bauherr das notwendige Wissen und Geschick besitzt.
Allerdings sollte man die eigenen Fähigkeiten nicht überschätzen, sondern immer realistisch bleiben und die Arbeiten bereits im Vorfeld planen. Als grober Richtwert können zwischen 10% und 15% Eigenleistung auf die Immobilienfinanzierung angerechnet werden. Fehlen nur 5% oder 7% bis zur magischen Grenze des notwendigen Eigenkapitals, dürften somit alle Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt sein und dem Baubeginn steht nichts mehr im Weg.