Das zur Verfügung stehende Eigenkapital gehört zu den wichtigsten Eckpfeilern der Baufinanzierung. Egal, wie hoch der Baukredit ausfallen soll, vor dem Gespräch mit einer Bank sollten zukünftige Bauherren eine Aufstellung über das gesamte Barvermögen erstellen und diese im Laufe des Beratungsgesprächs vorlegen. Oft entscheidet die Höhe des Eigenkapitals über die Darlehenssumme und den Finanzierungsplan. Neben dem zur Verfügung stehenden Bargeld wird das gesamte Sichtguthaben dem Eigenkapital zugerechnet. Damit fließt das gesamte Sparguthaben, alle Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen und Guthaben aus Bausparverträgen dem zur Verfügung stehenden Kapital zu. Fällige Lebensversicherungen und Grundstücke sind ebenso in die Liste des Eigenkapitals aufzunehmen, wie Erbschaften und Schenkungen. Damit ist der Begriff des privaten Eigenkapitals wesentlich weiter gefasst, als im unternehmerischen Sinne.
Die richtige Finanzierung der eigenen Immobilie wird häufig unterschätzt. Man sollte sich als Bauherr genau überlegen, wie viel Eigenkapital in den Immobilienkredit mit eingebracht wird. Natürlich ist es immer sinnvoll, soviel wie möglich Kapital aus eigenen Mitteln aufzubringen. Dies hält die Raten niedrig und die Laufzeiten kurz. Das Risiko, durch finanzielle Schwierigkeiten die eigene Wohnung zu verlieren, sinkt damit deutlich. Gerade Deutschland gilt als Land mit einem hohen Sicherheitsbedürfnis der Bauherren. Natürlich ist auch eine Vollfinanzierung möglich. Wer sich dafür entscheidet, sollte sich aber im Klaren darüber sein, dass diese Form der Baufinanzierung nicht ganz risikolos ist. Welcher Kredittyp sich am besten eignet, hängt von den individuellen Rahmenbedingungen ab. Vor Abschluss eines Baukredites sollte zwischen den einzelnen Banken verglichen werden, welches der Modelle die optimale Lösung darstellt.